Vereinsgeschichte des „FK AUSTRIA WIEN“
Das offizielle Geburtsdatum der Wiener Austria ist der 15.März 1911. Unter dem Namen „Wiener Amateur Sportverein“, trat der Klub dem österreichischen Fußballbund bei.
Die Vereinsfarbe ist seit damals violett.
Schon bald war das Team für seinen technisch hervorragenden Stil ebenso bekannt, wie für seine Unberechenbarkeit. Enttäuschenden Platzierungen in der Meisterschaft folgten erfolgreiche internationale Auftritte.
1921 war es aber endlich soweit, als erster nationaler Titel konnte der Pokalsieg errungen werden.
Der Verein hatte einige der besten Spieler Europas dieser Zeit verpflichtet und 1924 wurde erstmals das „Double“ gefeiert.
1926 wurde der Klubname geändert, ab nun hieß es „FK Austria Wien“.
In den 30er-Jahren gehörte die Mannschaft zu den Stärksten der Welt, „Wunderteamspieler“ wie Sindelar, Nausch und Sesta waren überall ein Begriff.
1933 und 1936 wurde der Mitropa-Cup gewonnen, ein Bewerb, der durchaus mit der heutigen Champions-League zu vergleichen war.
Als der Nationalsozialismus auch in Österreich an die Macht kam, litt gerade die Austria als Verein der Intellektuellen und des jüdischen Bürgertums besonders. Doch nach dem Krieg feierte der FK Austria wieder Erfolge.
Mittelfeldstar Ernst Ocwirk, Kapitän der Europaauswahl und von englischen Zeitungen zum „besten Centerhalf der Welt“ ernannt, führte die Mannschaft gemeinsam mit Stotz, Stojaspal und anderen neben vielen nationalen Erfolgen zu einem sensationellen 9:2 Sieg gegen den 1.FC Kaiserslautern in einem Vergleichskampf des deutschen und österreichischen Meisters 1952.
In den folgenden Jahren etablierte sich der FK Austria als beste österreichische Nachkriegsmannschaft, mit dem Gewinn etlicher Meisterschaften und Pokalbewerbe.
1978 erreichte man das Finale im Cup der Cupsieger, wo Anderlecht leider ein übermächtiger Gegner war. Das Erreichen von EC-Halbfinals 1979 und 1983 zeigt, dass der nunmehrige FK Austria Memphis internationale Klasse besaß.
Die berühmtesten Spieler dieser Epoche waren „Schneckerl“ Prohaska, Robert Sara, Toni Polster und der ungarische Supertechniker Tibor Nylasi.
National wurde bis in die 90er hinein gewonnen, was zu gewinnen war.
Heute hält die Wiener Austria bei 21 Meistertiteln, 22 Cupsiegen und 4 Supercupsiegen.
VEREINSGESCHICHTE DES FK AUSTRIA MEMPHIS
Der Fußballklub Austria zählt zu den ältesten Fußballvereinen Österreichs. Er ist Nachfolger des im Jahre 1911 gegründeten „Wiener Amateursportvereines“, dieser wieder war Nachfolger des im Jahre 1894 gegründeten „Vienna Cricket- and Football-Club“.
Schon die Vorgänger der Austria, die „Cricketer“ und die „Amateure“, wie sie im Volksmund genannt wurden, zählten zu den Repräsentanten einer kultivierten Fußballschule. Der eigene Stil der Mannschaft zeichnete sich schon damals ab. Wenn man in der Glanzzeit des österreichischen Fußballs, den Dreißigerjahren, der Zeit des „Wunderteams“, von der Wiener Schule sprach, so meinte man gleichzeitig damit das Spiel der Wiener Austria, das Spiel der „Violetten“, die ein technisches und elegantes Spiel bevorzugte.
Diese Spieltradition, die bei Kalman KONRAD und „Spezi“ SCHAFFER in den Zwanzigerjahren begann, setzte sich in den Dreißigerjahren, als Austria zweimal den begehrten Mitropacup gegen stärkste Konkurrenz gewann, mit Spielern wie SINDELAR, STROH, JERUSALEM, NAUSCH fort. Auch nach dem zweiten Weltkrieg, in den Fünfzigerjahren hatte Austria ein brillantes Team, das weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde und in dem Ernst OCWIRK, den englische Zeitungen als den „besten Centerhalf der Welt“ lobten, Regie führte. Namen wie STOJASPAL, AUREDNIK, STOTZ, MELCHIOR waren Gesprächsthemen im europäischen Fußball.
Im Sommer 1973 ging Austria mit dem ebenso traditionsreichen Wiener Athletik Club (W.A.C.) eine Spielgemeinschaft ein, die sich sehr bewährte. Vorerst wurde der neue Klub von der Versicherungsgesellschaft „Anglo Elementar“ gesponsert. Seit 1. Juli 1977 trat Austria-Tabak als Sponsor auf und Austria Wien änderte ihren Vereinsnamen in Austria Memphis.
Schon zwei Jahre vorher hatte man unter der Leitung des Ex-ÖFB-Teamchefs Karl STOTZ begonnen eine junge Mannschaft aufzubauen, die schon 1976 österreichischer Fußballmeister wurde. Im Jahr darauf konnte der österreichische Cup-Sieg errungen werden.
In den Spieljahren 1977/78 und 1978/79 wurde der FK Austria Memphis zur Sensation in der Bundesliga. Zweimal konnte Austria mit Rekordabstand von jeweils 14 Punkten die Meisterschaft gewinnen.
1978 konnte die Mannschaft im Europacup der Pokalsieger bis ins Finale vorstoßen, ein Jahr darauf im Meistercup bis ins Semifinale.
Herber PROHASKA, Robert SARA, Erich OBERMAYER sowie die beiden Südamerikaner Alberto MARTINEZ und Julio MORALES waren, um nur einige zu nennen, die Leistungsträger der damaligen Mannschaft.
Austria Memphis wurde auch in den Saisonen 1979/1980 und 1980/81 österreichischer Meister.
1982 erreichte die Mannschaft in der Bundesliga den 2. Platz und den österreichischen Cup-Sieg.
1982/83 dringt der FK Austria Memphis im Europacup der Pokalsieger bis ins Semifinale vor. Mannschaften wie Panathinaikos Athen, Galatasaray Istanbul und der Nobelklub CF Barcelona wurden aus dem Bewerb eliminiert.
1984, 1985, 1986, 1991, 1992 und 1993 konnte der FK Austria Memphis die österreichische Meisterschaft; 1986, 1990, 1992 und 1994 den österreichischen Cup für sich entscheiden.
In den Jahren 1990, 1991, 1992 und 1993 konnte auch der Supercup (Meister gegen Cupsieger) gewonnen werden.
ERFOLGSBILANZ
Meister: 21
Cup: 22
Supercup: 4
Mitropa-Cup: 2
Europapokal-Finalist 1978
Geschichte des “FK Austria Wien”
Das offizielle Geburtsdatum der Wiener Austria ist der 15.März 1911. Gründungsmitglieder waren Funktionäre und Spieler des zweitältesten österreichischen Fußballklubs „Vienna Cricket- and Football-Club“. Dieser Klub war bereits im Jahr 1894 gegründet worden, nach vereinsinternen Differenzen beschloss praktisch die gesamte damalige Mannschaft die Gründung eines neuen Vereins. Am erwähnten 15.März 1911 war es soweit. Unter dem Namen „Wiener Amateur Sportverein“ kurz „WAS“, trat der Klub dem österreichischen Fußballbund bei, als Vereinsfarbe wurde violett gewählt. Eines der Vorstandsmitglieder der ersten Stunde war übrigens der spätere „Vater des Wunderteams“, Hugo Meisel. Schon bald war das Team für seinen technisch hervorragenden Stil ebenso bekannt, wie für seine Unberechenbarkeit, ein Ruf der unserer Austria bis heute vorauseilt. Die ersten Jahre der „Amateure“, wie der Verein in der Öffentlichkeit genannt wurde, verliefen abwechslungsreich. Enttäuschenden Platzierungen in der Meisterschaft folgten erfolgreiche Internationale Auftritte, eine Tatsache, die schon damals einen Kolumnisten zur Aussage inspirierte: „Violett gewinnt nur überlegen, wenn kein Mensch daran denkt und verliert, wenn sie gute Aussichten auf den Sieg hat.“ 1921 war es aber endlich soweit, als erster nationaler Titel konnte der Pokalsieg errungen werden. Der Verein hatte einige der besten Spieler Europas dieser Zeit verpflichtet, mit Hugo Meisel als Trainer führte ein anerkannter Fachmann die Mannschaft. 1924 wurde schließlich in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr. Erstmals durfte man den Gewinn der Meisterschaft feiern, der drei Tage später mit dem Erfolg im Pokalfinale zum „Double“ wurde. Und wenige Wochen später wechselte ein Spieler zum Verein, der zur violetten Legende schlechthin wurde: Matthias Sindelar. Auch das Jahr 1926 darf in den Vereinsannalen nicht fehlen. Der Realität im Wiener Fußball folgend, wurde der Klubname geändert. Die „Amateure“ gab es nicht länger, ab nun hieß es „FK Austria Wien“.
Der Namensänderung folgte die herausragendste Epoche der Violetten. In den 30er-Jahren gehörte die Mannschaft zu den Stärksten der Welt, Spieler wie Sindelar, Nausch und Sesta waren überall ein Begriff. 1933 und 1936 wurde der Mitropa-Cup gewonnen, ein Bewerb, der durchaus mit der heutigen Champions-League zu vergleichen war.
Diesem Höhepunkt der Vereinsgeschichte folgte ein Tiefschlag, der allerdings nicht sportlicher Natur war. Als der Nationalsozialismus auch in Österreich an die Macht kam, litt gerade die Austria besonders.
Den neuen Machthabern war der Klub, der bei Intellektuellen und dem jüdischen Bürgertum besonders beliebt war, ohnehin verhasst. Fast der gesamte Vorstand musste wegen seiner jüdischen Herkunft fliehen, auch viele der Spieler stellten sich mehr oder weniger offen gegen die neuen Herren und standen der Austria, die kurzfristig sogar in „Ostmark“ umbenannt werden musste, nicht mehr zur Verfügung.
Tragischer Tiefpunkt der neuen Situation war der ungeklärte (Frei)tod von Matthias Sindelar. Mit seinem Tod ging eine Ära zu Ende, die heutigen Austria-Fans fast unvorstellbar erscheint. Doch auch diese dunkle Zeit hatte ein Ende und der FK Austria feierte wieder Erfolge.
Mittelfeldstar Ernst Ocwirk, Kapitän der Europaauswahl und von englischen Zeitungen zum „besten Centerhalf der Welt“ ernannt, führte die Mannschaft gemeinsam mit Stotz, Stojaspal und anderen neben vielen nationalen Erfolgen zu einem sensationellen 9:2 Sieg gegen den 1.FC Kaiserslautern in einem Vergleichskampf des deutschen und österreichischen Meisters. Fritz Walter, Kapitän des deutschen Nationalteams meinte nach diesem Spiel:“Mannschaften wie Austria brauchen keine Taktik.“ In den folgenden Jahren etablierte sich der FK Austria als beste österreichische Nachkriegsmannschaft, mit dem Gewinn etlicher Meisterschaften und Pokalbewerbe. Dem zunehmenden Professionalismus wurde Rechnung getragen. 1974 fusionierte man mit dem WAC, der neben dem Trainingsplatz auch eine Versicherung als Sponsor einbrachte. 1977 wurde der Vertrag mit Austria Tabak eingegangen, eine Partnerschaft, die sich bis heute bewährt hat. Auf sportlichem Gebiet brachten die Jahre rund um 1980 die vorerst letzten internationalen Erfolge. Unvergesslich das Jahr 1978. Nach einem denkwürdigen Halbfinale im Praterstadion erreichte man das Finale im Cup der Cupsieger, wo Anderlecht leider ein übermächtiger Gegner war. Das Erreichen von EC-Halbfinals 1979 und 1983 zeigt, dass der nunmehrige FK Austria Memphis internationale Klasse besaß. National wurde bis in die 90er hinein gewonnen, was zu gewinnen war. Die berühmtesten Spieler dieser Epoche waren „Schneckerl“ Prohaska, Sara, Polster und der ungarische Supertechniker Nylasi. Den „fetten“ Jahren folgt nun eine Phase des Neuaufbaus. Mit Hilfe einiger Routiniers sollen die vielen Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu Spielern reifen die unsere Austria wieder zu einer respektierten Mannschaft im Weltfußball machen.
FK Austria Memphis 1979 – 1996
Die große Mannschaft des Jahres 1978 blieb nahezu unverändert, dementsprechend war die Austria in Österreich eine Klasse für sich. Vier Meisterschaften holte man en suite, einmal sogar mit 14 Punkten Vorsprung.
Auch international hatten die Violetten Erfolge, die von anderen österreichischen Clubs bis heute nicht erreicht wurden. Nach dem Finaleinzug im Cup der Cupsieger 1978 erreichte man 1979 als bisher einziger heimischer Verein das Semifinale des Meistercups. In den Jahren darauf eliminierte man reihenweise Gegner der europäischen Elite. Namen wie Inter Mailand und CF Barcelona standen auf der „Abschussliste“.
1983 erreichte man wieder das Semifinale des Cupsiegerbewerbs. Die Stars der 80er Jahre hießen Herbert Prohaska, der ungarische Teamkapitän Tibor Nylasi und Toni Polster. Mit diesen Spielern wurde man 1984 – 86 wieder Meister.
In den nächsten Jahren war man zwar national immer an der Spitze zu finden, international blieben die Erfolge aber leider aus. Trotz teilweise beachtlicher Leistungen blieb man spätestens in der 3. Runde hängen. Anfang der 90er gab es national den bisher letzten Erfolgslauf. Meister von 1991 – 93, Cupsieger1990, 92 und 94, sowie Cupsieger 1991-94, da blieb unter dem Trainertrio Prohaska, Obermayer und Sara nicht viel für andere Vereine übrig.
Der spätere Hamburger Ivanauskas, Peter Stöger, Andi Ogris und Franz Wohlfahrt waren die bekanntesten Spieler dieser Generation. Davon blieb nur Andi Ogris, denn die Mannschaft erlebte einen totalen Umbau.
Finanzabenteuer wie bei vielen anderen österreichischen Erstligisten wurden nicht riskiert, daher war die einzige Alternative, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Mit Erfolg, wie sich in diesem Jahr zeigt. Einige verbliebene Routiniers im besten Fußballeralter (Ogris, Pfeffer, Flögel, Schmid) führen ein „Rudel“ junger Austrianer an, die großteils bereits seit ihrer Kindheit im violetten Dress spielen. Die Wiener Austria ist also auch für die nächsten 85 Jahre gerüstet.
Short history of „FK AUSTRIA WIEN“
The club was founded in Vienna on the12th of March 1911 by officials and players of the older “Vienna Cricket- and Football-Club” (founded1894). The first name of the new team was “Wiener Amateur Sportvereinigung”. This Team was already known for a technical style of playing football. It needed 13 years for the win of the first national championsship in 1924. In 1926, the club won his second title, the name was changed to “FK AUSTRIA”, because there were no amateurs anymore.
The most famous era of the “Violets” has been during the 30´s. Outstanding players like Sindelar, Sesta, Nausch and so on were known all over the world, many players of the club “Austria” played in the “Wunderteam”, which has beaten all european nations. In 1933 and 1936 “Austria” won the “Mitropa-Cup”, a competition which had the level of today’s “Champions-League”.
When the Nazis ruled Austria, “FK Austria” was even more disadvantaged than other teams, because most of the club-officials were jewish and had to flee. Also many players could not live under dictatorship. Many of them emmigrated and the most popular Austrian player ever, Matthias Sindelar, committed suicide.
Dark times finished and the club succeeded again. During the 50´s, english newspapers called midfielder Ernst Ocwirk “the best centerhalf of the world”. Together with players like Stojaspal and Stotz, many great European teams were beaten, most outstanding was the 9:2 win against the german champion, 1. FC Kaiserslautern. German legend, Fritz Walter, said after this game: “Such teams like “Austria” don’t need any tactics!”
In 1977 a new sponsor changed the club’s name to “FK Austria Memphis”, which is still the official name. The following years had “Ups” and “Downs”, many national titles were still won. Because of the development in austrian football, international successes became rare, triumphs were the EC-final in 1978 and EC-promotions against Inter Milan (1982), CF Barcelona (1983) and Ajax Amsterdam (1989). The last Austrian championsship was won in 1993, the last cup in 1994.
Famous player´s of the 70´s and 80´s were Toni Polster, the hungarian Tibor Nylasi and of course Herbert Prohaska.
Actually a new team is formed, ked by the team-players Rashid Rachimow (Russia) and Andi Ogris.
Further informations:
Stadiums: Ernst-Happel-Stadion (48.000 seats)
Franz-Horr-Stadion (10.500 seats)
Average crowd 1995/96: 6.000